Allgemein

Mai 20 2016

YUNIS

YUNIS

Yunis’ Musik hallt in der Seele nach, sie legt sich auf die Haut der ZuhörerInnen. Seine Inspirationen aus Elektrizitätskraftwerken, traditionell arabischen Klängen und einer gehörigen Portion Big Bass hat der junge Hamburger Nachwuchskünstler bereits auf Labels wie Don’t Die At Work und Saturate veröffentlicht – und dafür Lob von Indie Mag, Run The Trap, Trap City und BBC1 eingeheimst. Und diese Liste wird nach dem Spektrum noch um einiges länger. Ganz bestimmt.

Mrz 7 2016

SXTN

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Rap, Trap und Schlager, straight outta Neukölln. Nackt twerkende Schönheiten, totale Zerstörung der Inneneinrichtung und Turn-Up mit Attitüde, direkt in die Fressen der Langweilerfront. Juju und Nura sind Tic Tac Toe in 2016, T.A.T.U. in ehrlich, ein Diss ohne PR-Gag. Zwischen der Reproduktion männlicher Fantasien und sexueller wie musikalischer Selbstermächtigung sind SXTN die Antwort auf die Frage, die sie selbst mit ihrer Berliner Schnauze gestellt haben mögen. Die Antwort wird im August gefeiert – Juju und Nura zeigen, wie man das macht. Keine Sorge.

Mrz 7 2016

WAVING THE GUNS

Waving-The-Guns Kopie

Wenn Milli Dance, Admiral Adonis, Dub Dylan und Dr. Damage über Alkohol rappen, dann kann man das getrost als verdichtete Momentaufnahme bezeichnen. Die Rostocker Kombo kann jedoch viel, viel mehr: Waving the Guns stehen für Hass und Humor, High Fives und Ohrfeigen, Kopfnicken und „Nein“ sagen. Battlerap klassischer Prägung ist bei ihnen immer auch politisch. Mit ihrer Kritik an der kalten Hand des Staatsapparates sind sie bei Audiolith goldrichtig gelandet – und auf dem SPEKTRUM mehr als herzlich willkommen!

Mrz 7 2016

FATONI

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Die Zeit heilt alle Hypes – aber nicht Fatoni. Da läuft es eher andersrum. Der Anachronist im Rapgame bewegt sich nämlich nur scheinbar planlos zwischen Systemkritik und Schuljungengepöbel, zwischen Selbstreflexion und dem Zeigefinger im Ohr. Er macht HipHop, der den Zweifel lebt, indem er an eindeutigen Positionen vorbeischlawinert. Doch in seiner Hingabe zur klugen Ambivalenz und mit seiner klaren Absage an ein glatt poliertes Image ist Fatoni erfrischend ehrlich. Mit ihm wird der Zeitgeist zur Vorlage für eine Karriere, die ein ganzes Genre völlig neu denkt.

Mrz 7 2016

MOTRIP

MoTrip
20.01.2016 MusikZentrum
LC

Drei Jahre nahm sich Mohamed El Moussaoui Zeit, um sein zweites Album „Mama“ fertigzustellen. Das Warten hat sich gelohnt: Verschachtelte Reime trägt er mit einem ebenso markanten wie variablem Stimmeinsatz souverän vor, in unzähligen Sprachbildern verpackt, stets einem roten Faden folgend, der freilich lose genug gesponnen ist, um Denkräume zu öffnen. Auch neben Sido, Haftbefehl und Samy Deluxe macht Motrip eine gute Figur. Und nicht nur „Mama“ ist seit dem letzten Sommer stetig gewachsen, sondern auch Motrip selbst – als Poet, Performer und veritabler Hitlieferant.

Mrz 7 2016

SKEPTA [UK]

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Ein Revival braucht eine Koryphäe – oder einen neuartigen Ansatz. Im Falle der Wiederbelebung des Genres Grime, die nicht unwesentlich an Skeptas Aufstieg geknüpft ist, gilt beides. Schon in den früher Nuller Jahren mischte er mit der Meridian Crew die Szene auf. Mit technisch hochversiertem Rap und der innovativen Mischung britischer und transatlantischer Spielarten der Tanzmusik überzeugte er auch prominente Fürsprecher wie Drake und Kanye West. Das SPEKTRUM freut sich auf einen Innovator, eine Identifikationsfigur und nicht weniger als einen der besten Live-MCs im Spiel.

Jan 25 2016

YUNG HURN [AUT]

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Cloud-Rap, Swag-Rap, Post-Trap? Yung Hurn sagt »Nein«. Mit minimalistischer Songschreibkunst zerlegt der Wiener rücksichtslos die Konventionen von Genres in ihre Bestandteile, die sich noch vor oder mitten in ihrer Blüte befinden. Die künstlerische Autonomie, die er so erreicht, lässt auch sein »Krocha Tape« souverän auf einem schmalen Grat zwischen verstrahltem Genie und ignorantem Eigenbrötlertum balancieren. Das Ergebnis ist gleichermaßen schroff, frei und überraschend gefühlvoll – und damit so ikonisch wie Yung Hurn selbst.

Jan 25 2016

FINNA

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Wir schreiben den Januar 2015: Nach ersten musikalischen Gehversuchen entscheidet sich Finna für ein Soloprojekt zwischen Zeckensoul und Rap. Und gerade mal ein Jahr später ist sie bereits ein agitierender Kosmos, eine strahlende Rebellin mit Riesenstimme. Finna ist gold und pink, Mann und Frau, Kind und Köter, Female Rebel und Totalverweigerin. Als stimmlicher Monstertruck reißt sie mit Liebe, Fäusten und bestechender Ehrlichkeit Fassaden ein. Mit ihrem Einsatz gegen Sexismus und Homophobie in der Musik hinterlässt Finna Glücksgefühle und Gänsehaut – und einen nachhaltigen Eindruck von produktiver Energie.

Jan 25 2016

ZUGEZOGEN MASKULIN

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Zugezogen Maskulin liefern mit Rap genau das, was Popmusik oft versprochen, aber selten eingehalten hat: Subversion. Lyrisch verästelt, trotzdem unmittelbar, wütend und echt dekonstruieren sie stereotype Existenzentwürfe. Mit ihrem Quasi-Debütalbum „Alles brennt“ manifestierten sich Zugezogen Maskulin 2015 als schlechtes Gewissen des deutschen Rap und eroberten die Jahresbestenlisten im Sturm. Testo und grim104 befassen sich mit den Makro- und Mikrokosmen gesellschaftlicher Verhältnisse und lassen ungern offen, wofür und vor allem wogegen sie stehen – und das mit einer Energie, die an Punk erinnert.

Jan 25 2016

SSIO

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SSIO mag zwar ‚ne neue Nummer haben, aber keine Sorge: Der Bonner geht immer noch verlässlich dran, wenn Bedarf an Ticker-Punchlines, breitbeinigem Jungshumor und sonstigen Lebensweisheiten besteht. „0,9“, sein zweites Album auf Xatars Alles Oder Nix Records, schreibt die Erfolgsgeschichte fort und setzt weiter konsequent auf den klassisch inspirierten State-of-the-Art-Boom-Bap, der hierzulande den Soundtrack zu einer neuen, goldenen Straßenrap-Ära liefert. Du willst den unterhaltsamsten Typen des Deutschrap? Hier, Nullkommaneun für dich.